domenica 18 dicembre 2011

Guerra è sempre.



Mi spiegò che essere senza scarpe è una colpa molto grave. Quando c'è la guerra, a due cose bisogna pensare prima di tutto: in primo luogo alle scarpe, in secondo luogo alla roba da mangiare; e non viceversa, come ritiene il volgo: perché chi ha le scarpe può andare in giro a trovar da mangiare, mentre non vale l'inverso. - Ma la guerra è finita, - obiettai: e la pensavo finita, come molti in quei mesi di tregua, in un senso molto più universale di quanto si osi pensare oggi. - Guerra è sempre, - rispose memorabilmente Mordo Nahum.

E' noto che nessuno nasce con un decalogo in corpo, e ciascuno si costruisce invece il proprio per strada o a cose fatte, sulla scorta delle esperienze proprie, o altrui assimilabili alle proprie; per cui l'universo morale di ognuno, opportunamente interpretato, viene a identificarsi con la somma delle sue esperienze precedenti, e rappresenta quindi una forma compendiaria della sua biografia. La biografia del mio greco era lineare: quella di un uomo forte e freddo, solitario e loico, che si era mosso fin dall'infanzia per entro le maglie di una rigida società mercantile. Era (o era stato) accessibile anche ad altre istanze: non era indifferente al cielo e al mare del suo paese, ai piaceri della casa e della famiglia, agli incontri dialettici; ma era stato condizionato a ricacciare tutto questo ai margini della sua giornata e della sua vita, affinché non turbasse quello che lui chiamava il "travail d'homme". La sua vita era stata di guerra, e considerava vile e cieco chi rifiutasse questo suo universo di ferro. Era venuto il Lager per entrambi: io lo avevo percepito come un mostruoso stravolgimento, una anomalia laida della mia storia e della storia del mondo; lui, come una triste conferma di cose notorie. "Guerra è sempre", l'uomo è lupo all'uomo: vecchia storia.

[Tratto da 'La Tregua']

giovedì 22 settembre 2011

Cut-off heads

She arranged a bolster round the neck of Tweedledee, 'to keep his head from being cut off', as he said. 'You know', he added very gravely, 'it's one of the most serious things that can possibly happen to one in a battle - to get one's head cut off.'

[Through the Looking-Glass]

domenica 26 giugno 2011

venerdì 3 giugno 2011

Ein richtiges Sprachenwirbeln.

Ich wünsche euch einen frohen Freitag, fünfter Tag der Woche. Mir gefällt ein Film, den ich in diesen letzten Tagen oft gesehen habe, weil jeder in ihm seine Sprache spricht. Einen solchen Film mag ich sehen, weil ich Sprachen sehr mag, selbst wenn ich ganze Sätze nicht verstehe. Für mich ist es wichtiger, die originale Fassung zu sehen als jedes Wort zu verstehen. Der Film, von dem ich spreche, ist über den zweiten Weltkrieg. Ein jüdisches Fraülein, die Shoshanna heißt, hat sich von einer plötzlichen Inspektion von einem Nazidetektiv in Frankreich gerettet. Die Familie Shoshannas ist dagegen getöten worden. Drei Jahre später hat Shoshanna sich an den Nazis rächen wollen. Dieser Film ist ein bisschen gewaltsam. Wie ich schon gesagt habe, ist eine sehr interessante Sache in ihm, dass die Franzosen Französisch sprechen, die Amerikaner und die Engländer Englisch sprechen, und die Deutschen Deutsch sprechen. Die Szene, die ich am liebsten mag, ist in einer Bar. Ein Engländer hat sich als ein deutcher Soldat verkleidet, und als ein deutcher Soldat das Fraülein gestört hat, mit dem der Engländer gesprochen hatte, hat er einen ernsten Fehler gemacht: er hat ihm laut vorwürfe gemacht, und seine komische Betonung hat einen wahren deutschen Soldaten argwöhnisch gemacht. Der deutsche Soldat hat also mit dem Engländer viel gesprochen, um zu verstehen, ob er ein wahrer deutcher Soldat war. Dem Engländer war fast gelungend, nicht aufgedeckt zu werden, aber zum Schluss hat er sich dummerweise verraten. Ich will nicht sagen, wie die Geschichte weitergeht. Der Film heißt "Inglourious basterds". Ich würde jetzt aufhören, herum zu drehen, was ich wirklich sagen will, wenn das was ich gesagt habe, nicht genau das wäre, was ich sagen wollte.

lunedì 9 maggio 2011

Der Kobold, der das Wasser liebte.

Es ist nicht wahr, dass man mit den meisten Leuten nicht sprechen kann. Aber manchmal merkt man, dass es mit jemandem unmöglich ist zu sprechen. Ich meine nicht, dass man über nichts sprechen kann. Aber es gibt Gegenstände, über die es schön ist, zu sprechen, und es gibt andere, über die ich nie sprechen würde. Ich rede gern über Wasser, überall spreche ich über welches, das vom Himmel fällt, wenn es regnet. Wenn ich das Wasser verstehen würde, würde es nichts mehr geben, zu verstehen. Trotzdem sprechen die Leute nicht über das. Sie sprechen lieber über Regenschirme. Und sie empfehlen dir, den Regenschirm zu nehmen, wenn es regnet. Wie ich am Anfang gesagt habe, ist es falsch, dass man oft nicht sprechen kann. Es kommt auf den Mensch an, mit dem man spricht. Zum Beispiel kann man sehr gut mit einem Kobold reden, der auf den Bäumen lebt. Einmal ist es mir wirklich passiert.

Ich: Bist du ein wahrer Kobold?

Kobold: Jawohl! Meine Freunde nennen mich Kob.

Ich: Bist du der einzige Kobold auf diesem Baum?

Kob: Ich bin der einzige Kobold des ganzen Waldes!

Ich: Darf ich mit dir sprechen? Es ist mir nie passiert, mit einem wahren Kobold zu sprechen. Tatsächlich glaubte ich vor Heute nicht ans Bestehen der Kobolde.

Kob: Ich werde darüber glücklich sein. Aber nicht zu lange.

Ich: Ich bedanke mich. Gefällt es dir, auf den Bäumen zu leben? Was machst du, wenn es regnet?

Kob: Da lasse ich das Wasser auf meinen Kopf fallen. Manchmal trinke ich es sogar, selbst wenn es unsauber ist. Dann rede ich mit den Pilzen. Sie lieben das Wasser mehr als die Sonne. Einmal hat ein roter Pilz vor mir geweint, weil es nicht geregnet hat.

Ich: Eine andere Frage bin ich gezwungen, dir zu stellen. Als du...

Kob: Schluß! Dich so lange anzuhören, reicht mir. Weißt du, dass die Kobolde nie lange mit Menschen reden wollen? Und wie du siehst, haben sie keine Geduld.

Ich: Ich wollte nur wissen, warum schützen die Menschen sich vor dem Wasser.

Kob: Diese Frage ist sehr dumm. Ich bin kein Mensch, sondern ein gesunder Kobold. Ich bin ein Kobold gewesen, seit ich sehr klein war (und ich bin noch klein, selbst wenn ich gewachsen bin). Ich bin nie etwas anderes als ein Kobold gewesen. Geh zurück, um langes Frauenhaar zu bewundern.

Nachdem er das gesagt hat, ist er verschwunden. Er hat mich mit vielen offenen Fragen gelassen. Vielleicht konnte er sie nicht beantworten, aber ich habe wenigstens weniger Zweifel als zuvor. Sie zu beseitigen, wird mich besser fühlen lassen. Sicher werde ich von jetzt an keinen Regenschirm benutzen.

mercoledì 16 marzo 2011

Kein König sein.

Ein König entschied, seine verschwundene Tochter zu suchen, weil niemand es tun wollte. Er begann in seinem Haus nach ihr zu suchen (dieser König hatte keinen Palast: er war ein ganz armer König). Aber seine Suche im Haus beendete schnell: es war sehr klein, fast winzig. Er lebte allein, deshalb konnte er nicht jemand anderen senden: weil er niemanden kannte. Die Königstochter war kaum aus dem Haus hinausgegangen, und glaubte nicht, dass ihr Vater sich schon Sorgen um sie machte. Aber sie hörte ihn, während er sagte, "Wo ist meine Tochter? Verdammt!". "Es ist unglaublich", dachte sie sich, "dass er schon nach mir sucht: ich bin nur vor zehn Minuten ausgegangen, und das weiß er". Dann hörte sie auf, sich darüber Sorgen zu machen, und sie ging einen Freund von ihr zu treffen. Alle machten sich immer lustig über sie, weil sie eine Prinzessin war, aber nicht reich, und lebte in einem winzigen Haus. Alle nannten sie "die arme Prinzessin". Der König sprach jetzt mit einem Nachbarn. Er befehlte ihm seine Tochter suchen zu gehen. Aber der Nachbar war kein Untertan von ihm, deshalb lachte er und ging weg. "Ich bin ein König!" schreite der König. Dann setzte er sich und weinte. Er hatte nie gedacht, dass ein König sein, so schwer sein könnte. Er entschied daher, kein König mehr zu sein. Sofort hörte er auf, an seine Tochter zu denken, er fühlte sich glücklich und er begann, auf ein Papierblatt Sachen zu schreiben, die ihm gefielen. In dem gleichen Moment entschied seine Tochter, nicht mehr eine Prinzessin zu sein, weil sie satt hatte, verspottet zu werden. Gleich fühlte auch sie sich besser. Die beiden waren jetzt sehr glücklich. Sie fragten sich, wieso sie nie gedacht hatten, aufzuhören, zu sein, was sie vorher gewesen waren.

mercoledì 9 marzo 2011

Derjenige, der stirbt.

Nachdem ein Mann einen vergifteten Apfel aß, starb er sofort. Er wusste nicht, dass es Gift in dem Apfel gab, den er gegessen hatte. Übrigens war er nicht zu traurig, weil er immer schon wissen wollte, was nach dem Tod passiert. Zuerst stand er auf einem Tisch, in einem Raum voll von Säure. Das Niveau der Säure war unter der Tischfläche. Er hatte Angst, herunterzukommen, aber dann erinnerte er sich, dass er schon einmal gestorben war, und er glaubte, dass zweimal sterben unmöglich sei. Deshalb kam er herunter, und voraussichtlich starb er nochmals. Der zweite Tod brachte ihn in einen dunklen Raum, in dem er nichts sehen konnte. Er hörte aber etwas: Eine Frau sprach über die vielen Sachen, die sie gesehen hätte, wenn sie hoch gesehen hätte. Der Tote war diesmal sicher, noch einmal nicht zu sterben: Einen Mensch anzuhören, dachte er sich, kann nicht gefährlich sein. Die Frau sprach dann mit dem Toten. Sie fragte ihn ob er hoch sehen könnte und ihr erzählen könnte, was er sah. Der Tote antwortete, dass der Raum zu dunkel war, um etwas zu sehen. Dann schaltete jemand das Licht ein. Die Frau stand ihm gegenüber. Der Tote sah hoch und sah Wasser, das von der Decke auf den Kopf der Frau tropfte. Die beiden warteten, bis der Raum voll von Wasser war, dann ertranken sie. Der dritte Tod war interessanter als die ersten zwei. Jetzt saß er auf einem Baumstamm und er sah eine Frau an, die eine Orange aufhob. Sofort fragte er sich, ob eine Orange aufheben bedeutender als sterben war. Nun gab er diesen zwei Sachen die gleiche Bedeutung.